Sag mal Barbara, machst Du auch Passfotos?

Diese Frage wird mir oft gestellt. Viele meiner Kunden sind ziemlich froh das zu hören, weil sie von anderen Fotografen weg geschickt werden. Meine Passbild-Kunden kommen aus der ganzen Region. Egal ob aus Bad Waldsee, Bad Saulgau, Bad Schussenried oder eben direkt aus Aulendorf. Aber warum ist das für viele Fotografen, denn nicht mehr interessant? Zu viel Aufwand für zu wenig Geld? Zu umständlich, weil es sofort fertig sein soll zum Mitnehmen? Zu langweilig, weil es Vorgaben gibt und keinen kreativen Spielraum? Dazu kommt noch, das viele Fotografen mittlerweile kein Studio mehr anmieten, sondern nur noch vor Ort arbeiten. Alles das sind Gründe, warum meine Kollegen keine Passfotos (mehr) machen. Mir war es von Anfang an wichtig auch Passfotos anbieten zu können. Für mich zählt das zu einem guten Service. Ich komme dabei außerdem mit vielen Menschen ins Gespräch und für manch potentieller Kunde ist es eine Art “ Reinschnuppern” und Kennenlernen meiner Person. Ich möchte keinen meiner Kunden missen - egal ob er einmal für ein Passfoto, ein Bewerbungsfoto, für Familienfotos, Neugeborenenfotos oder für Hochzeitsfotos kommt. Dafür habe ich mein Fotoatelier in Aulendorf angemietet und bin somit auch bei jedem Wetter auf der sicheren Seite- egal bei welchem Fotoshooting! Ich freue mich auf jeden Einzelnen!

WARUM ICH FOTOGRAFIN BIN.

“Warum bist du eigentlich Fotografin?” Eine Frage, die mir schon oft gestellt wurde. Darüber habe ich mir bisher nicht wirklich Gedanken gemacht.
Ich weiß nur, dass mir Fotografie immer Freude bereitet hat. Und gerade bei der Portrait-Fotografie steht dabei die Arbeit mit Menschen im Vordergrund und bringt sehr viel Abwechslung, fordert Spontanität und Offenheit. Außerdem konnte ich bereits schon als Angestellte immer sehr selbständig arbeiten und war nicht in meiner Kreativität eingeschränkt. Jeden Tag darf ich Menschen eine Freude bereiten und sie bei den wichtigsten Momenten im Leben begleiten. Wenn das keine guten Gründe sind!

In Wirklichkeit lag mein Beruf dann doch ziemlich nahe. Ich habe mich hingesetzt und darüber intensiv nachgedacht welche Einflüsse mich dann wirklich dazu gebracht haben, den Beruf zu erlernen. Umso mehr freue ich mich, dass ich den für mich schönsten Beruf erlernt habe und weiterhin ausüben darf.

Die Reise zur beruflichen Fotografie hat schon in meiner Kindheit begonnen. Rückblickend wird mir jetzt erst so richtig klar, dass bei uns in der Familie immer fotografiert wurde. Mein Opa, mein Onkel und mein Papa haben das Handwerk beruflich oder privat ausgeübt. Wir mussten nie bei einem professionellen Fotografen ein Shooting buchen, wie es vielleicht in anderen Haushalten üblich war. Bei uns erledigte das die Familie selbst. So gab es Foto-Shootings bei meinem Onkel im Studio oder wir wurden von unserem Papa im familiären Umfeld fotografiert. Fotografie war daher bei mir immer schon ein wichtiges Thema.

Was für mich - heute noch mehr als früher - einen besonderen Wert darstellt, sind die gesammelten Fotos in den von meiner Mama selbst angefertigten Fotoalben und Geburtstagskarten oder kleinen selbstbeschrifteten Fotoheften. So war es eigentlich nicht verwunderlich, dass ich irgendwann einmal selbst zur Kamera gegriffen habe. In den ersten Urlauben und bei den Klassenfahrten wurden von mir massenweise Filme voll geknipst; die Kamera war mein ständiger Begleiter im Garten, bei Blumen, Katzen oder bei anderen zahlreichen Motiven, welche mich interessierten. Doch was mich schon immer faszinierte, waren Menschen! So entstanden die ersten meiner richtig guten Fotos mit einer analogen Minolta. Ich erinnere mich noch gut an Portraits von meiner Cousine in einem Italien-Urlaub, Aufnahmen von meiner Familie im heimischen Garten oder “Modelshoots” mit meinen Freundinnen. Dass ich irgendwann davon leben sollte, daran hätte ich seinerzeit im Traum nicht gedacht.

Viele Fotografen stellen in den Vordergrund, dass sie - genauso wie ich - Ihren Job lieben und ihn mit Leidenschaft ausüben. Daher freue ich mich für jeden Menschen, der Freude am Fotografieren hat. Da ich es allerdings nicht nur allein bei der Leidenschaft belassen wollte, habe ich das Fotografen-Handwerk 2004 an der Gewerblichen Schule in Bad Saulgau gelernt und 2010 einen Bachelor in Mediendesign an der DHBW Ravensburg abgeschlossen. Diese zwei Ausbildungen sind für mich heute noch ein wertvoller Baustein, um meinen Kunden eine professionelle Arbeit abzuliefern. Nach Festanstellungen als Fotografin und Studioleiterin im Raum Stuttgart wagte ich im April 2017 den Sprung in die Selbständigkeit und eröffnete in meiner Heimatstadt Aulendorf mein eigenes Fotoatelier.

I LOVE MY JOB!

Was ich rückblickend aus meiner Kindheit mitnehme, ist die Erkenntnis, dass es sooo wertvoll ist, Erinnerungen an diese Zeit zu haben. Fotos in Alben oder im Bilderrahmen an der Wand sind wertvolle Momente auf Papier festgehalten. Diese Bilder, welche uns daran erinnern, wer wir sind, woher wir kommen, wer uns begleitet hat und was wir erlebt haben, sind kostbare Geschenke unseres Lebens. Sie sind Ausdruck unseres (Da-) Seins und das Festhalten von unwiederbringlichen Momenten.

Woher kommt eigentlich der Name Bierpapst und was kann ich von ihm lernen?

Ich hatte die Ehre einen leibhaftigen Papst zu fotografieren. Allerdings nicht „den“ Papst aus dem Vatikan, sondern den Bierpapst aus Wien. Bisher kannte ich Conrad Seidl, so sein richtiger Name, nur aus Erzählungen von meinem Partner Berthold (https://fotoatelier-barbarabucher.de/barbara-berthold) und ich war schon sehr gespannt, ihn selbst kennenzulernen. Nachdem er dann vor kurzem für TV-Aufnahmen nach Oberschwaben kam und ich ihn für eine Reportage im Genießer-Magazin Landzunge ablichten durfte, war es also soweit: ich lernte den Bierpapst persönlich kennen. Schon durch seine Begrüßung wurde deutlich, dass dieser Mensch anders als Andere ist, denn er gab mir doch tatsächlich einen Handkuss. Huch, als Frau weiß man im ersten Augenblick gar nicht wie einem bei diesem Wiener Charme geschieht. Dann fuhren wir auf die Atzenberger Höhe, eine wunderschöne Landschaft oberhalb von Aulendorf, und wir erwischten die allerletzten Sonnenstrahlen inmitten von abgeernteten Getreide-Äckern. Und wieder eine Überraschung: noch nie vorher hatte ich jemanden vor der Kamera, der über so viel Erfahrung beim Posen verfügt. Jeder Schuss ein Treffer – jedes Bild eine andere Mimik! Dieser Typ ist eine echte Marke und man kann echt viel von ihm lernen. Neben seinem Beruf als politischer Redakteur bei der Wiener Zeitung „Der Standard“ hat er vor über 30 Jahren sein Hobby, die Verkostung von Bierspezialitäten aus aller Herren Länder, zum Nebenberuf gemacht und sich irgendwann selbst zum Bierpapst ernannt. Eigentlich echt frech, doch als ich wieder zu Hause war, habe ich mich mit seinem Buch „Die Marke ICH“ befasst und ich kann es Euch wirklich empfehlen. Es handelt unter anderem von der Kunst, ein Original zu werden und sich selbst einen starken Auftritt zu verschaffen – im Job und privat und das tagtäglich. Mich fesselte das Buch vom ersten Satz an. Berthold, der seit vielen Jahren mit Conrad befreundet ist, hat ebenfalls einen Blog über unsere Begegnung geschrieben. Falls es Euch interessiert, schaut einmal mal rein: https://www.berthold-porath.de/mach-dich-selbst-zur-marke