Woher kommt eigentlich der Name Bierpapst und was kann ich von ihm lernen?

Ich hatte die Ehre einen leibhaftigen Papst zu fotografieren. Allerdings nicht „den“ Papst aus dem Vatikan, sondern den Bierpapst aus Wien. Bisher kannte ich Conrad Seidl, so sein richtiger Name, nur aus Erzählungen von meinem Partner Berthold (https://fotoatelier-barbarabucher.de/barbara-berthold) und ich war schon sehr gespannt, ihn selbst kennenzulernen. Nachdem er dann vor kurzem für TV-Aufnahmen nach Oberschwaben kam und ich ihn für eine Reportage im Genießer-Magazin Landzunge ablichten durfte, war es also soweit: ich lernte den Bierpapst persönlich kennen. Schon durch seine Begrüßung wurde deutlich, dass dieser Mensch anders als Andere ist, denn er gab mir doch tatsächlich einen Handkuss. Huch, als Frau weiß man im ersten Augenblick gar nicht wie einem bei diesem Wiener Charme geschieht. Dann fuhren wir auf die Atzenberger Höhe, eine wunderschöne Landschaft oberhalb von Aulendorf, und wir erwischten die allerletzten Sonnenstrahlen inmitten von abgeernteten Getreide-Äckern. Und wieder eine Überraschung: noch nie vorher hatte ich jemanden vor der Kamera, der über so viel Erfahrung beim Posen verfügt. Jeder Schuss ein Treffer – jedes Bild eine andere Mimik! Dieser Typ ist eine echte Marke und man kann echt viel von ihm lernen. Neben seinem Beruf als politischer Redakteur bei der Wiener Zeitung „Der Standard“ hat er vor über 30 Jahren sein Hobby, die Verkostung von Bierspezialitäten aus aller Herren Länder, zum Nebenberuf gemacht und sich irgendwann selbst zum Bierpapst ernannt. Eigentlich echt frech, doch als ich wieder zu Hause war, habe ich mich mit seinem Buch „Die Marke ICH“ befasst und ich kann es Euch wirklich empfehlen. Es handelt unter anderem von der Kunst, ein Original zu werden und sich selbst einen starken Auftritt zu verschaffen – im Job und privat und das tagtäglich. Mich fesselte das Buch vom ersten Satz an. Berthold, der seit vielen Jahren mit Conrad befreundet ist, hat ebenfalls einen Blog über unsere Begegnung geschrieben. Falls es Euch interessiert, schaut einmal mal rein: https://www.berthold-porath.de/mach-dich-selbst-zur-marke